An der Umfrage haben insgesamt 452 Betriebe aus Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein teilgenommen. 75% gehören dem Metallbau / Stahlbau an, 20 % befassen sich mit Feinwerkmechanik, Werkzeugbau oder Maschinenbau, 1 Betrieb ist Metall- und Glockengießer, und 5 % fallen unter „sonstige“.
Ein Viertel der Betriebe beschäftigt bis zu 4 Mitarbeiter/innen. 53 % haben zwischen 5 und 25 Beschäftigte und nur 2 Betriebe haben mehr als 250 Beschäftigte.
Die schwierige Wirtschaftslage und die unsicheren außenpolitischen Zeiten machen sich nun auch in der individuellen Situation der Betriebe bemerkbar. Im Gegensatz zum Sommer 2025 bewerten immerhin nur noch 58 % der Betriebe ihre Geschäftslage mit „befriedigend“ oder besser. Das ist ein Rückgang von 10 %-Punkten.
Im Zusammenhang mit der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage könnte die Entwicklung des Auftragsbestands stehen: Im Juli 2025 waren bei 49 % der Betriebe die Auftragsbücher nur für 1 bis 2 Monate gefüllt, aktuell sind es 65 %, die über eine vergleichsweise dünne Auftragsdecke verfügen. 22% geben eine Auslastung für die kommenden 3 bis 4 Monate an. 6 % haben Aufträge für bis zu 6 Monaten, immerhin 7 % der Betriebe sind über 6 Monate hinaus ausgelastet.
Im Juli 2025 erwarteten die Betriebe eine weitgehend unveränderte Umsatz- und Auftragslage. Das hat sich nicht bewahrheitet. Bei 55 % der Betriebe ist der Auftragsbestand gesunken.
Die internationalen Krisen beeinflussen die Betriebe nicht unmittelbar. Drei Viertel exportieren nicht. Bei 7 % der Betriebe sind die Ausfuhren gesunken, immerhin gibt es auch einige wenige Betriebe, deren Ausfuhren gestiegen sind. Die Importe sind jedoch in der Mehrzahl der Fälle unverändert.
Ein weiterer Indikator für die wirtschaftliche Lage ist die Investitionsbereitschaft. Die Investitionen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 43% der Betriebe zurück gegangen. Nur 11 % investieren mehr als im vergangenen Jahr.
Die Altersstruktur bei den Geschäftsführer/innen und Betriebsinhaber/innen ist vergleichbar der Altersstruktur bei Hausärztinnen und -ärzten (https://gesundheitsdaten.kbv.de/cms/html/16397.php): 37% sind bis 50 Jahre alt, 33 % zwischen 50 und 60 und 30% sind älter als 60 Jahre.
Erfreulich ist, dass die Betriebe die Angebote zu Austausch und Fortbildung nutzen: 66 % geben an, die Veranstaltungen der Innungen und Landesverbände zu besuchen, 21 % nutzen das Fortbildungsangebot des Bundesverbandes.
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